Auf geht’s mit dem ersten 300er in diesem Jahr.

Um genau zu sein 345km mit leichtem Gepäck und dem MTB.

Nachdem ich bei der letzten Tour festgestellt habe, das mit dem MTB die Langstrecke doch etwas schwerer ist und ich dieses Jahr irgendwie noch nicht richtig in Form bin. Habe ich beschlossen den ersten 300 dieses Jahre über Gravel-routen mit dem MTB zu fahren.

Logik? Keine vorhanden….

Wie sollte es auch anderst sein geht es Richtung Mutti ins schöne Sachsen-Anhalt.

Ich starte am Abend gegen halb 8 am 21. März. Es geht nördlich der Elbe immer gerade aus Richtung Osten. Die Nacht verläuft ehr unspektakulär und gegen 4 Uhr morgens erreiche ich das erste Zwischenziel den legendären Pizza Point in Wittenberge.

Wie zu erwarten, noch geschlossen. Also gab es erst mal einen heißen Kaffee von der Tankstelle nebenan. Es wird nicht mehr lange dauern dann sehen wir uns wieder, PizzaPoint.

Weiter geht es entlang der Elbe, die Strecke ist mir ja bekannt. Zumindest teilweise. In der Nähe von Havelberg finde ich dann doch noch einen Shelter den ich bisher nicht kannte.

Der wird gleich mal in die Liste der möglichen Übernachtungsplätze mit aufgenommen. Man weiß ja nie 😁.

Es geht immer weiter an der Elbe und auch der Shelter bei Jerichow wurde komplett neu saniert.

Schickes Teil 👍🏻

Langsam ist die Nacht auch dem Tage gewichen und ich beschließe in der Nähe von Burg (bei Magdeburg) den Elberadweg zu verlassen und mich weiter über Gravelpisten und Waldwege Richtung Zerbst durch zu schlagen.

Die Sonne strahlt. Es wird herrlich warm und mein Magen meldet sich auch langsam. Also auf zum nächsten Bäcker!

2 Stückchen Torte und ein erstaunlich guten Kaffee später geht es wieder aufs Rad. Die Jacke und die lange Hose sind in der Tasche verstaut und weiter geht es kurz/kurz raus aus der Stadt und rein in den nächsten Wald.

Die Wege entwickeln sich langsam von Gravelpisten zu Sand und Schlamm. Es ist hart, wirklich hart… Knapp 300km liegen nun hintermir und die Wege rauben mir langsam alle Reserven.

Kilometer 320. Wege? Kaum noch vorhanden. Leicht genervt lasse ich mein Rad liegen und angle mir ein reserve Bier aus meiner Tasche.

Zeit für eine Pause.

Mir reicht es, die Kräfte sind aufgebraucht und ich will eigentlich nur noch ankommen. Warum fahre ich überhaupt solche Strecken? Ach stimmt ja – Training für die BTG. Oh man… Das wird doch nie was.

Per Komoot suche ich mir eine neue Strecke für die restlichen paar Kilometer. Ich brauche jetzt dringend etwas Asphalt unter den Reifen.

Die kurze Pause und der wechsel auf asphaltierte Radwege brachten dann tatsächlich wieder neue Motivation. Auf einmal lief es wieder richtig gut und mit dem Ziel vor Augen konnte ich die letzten Kilometer dann doch noch recht zügig abspulen.

Zufrieden und etwas stolz rolle ich in den Heimat Hafen. Die ganze Tour würde ich als sehr anstrengend beschreiben. Aber so im Nachhinein war es auch nicht zu viel – sie war gut so wie sie war. War ja auch von Anfang an als härtere Trainingstour geplant.

Das nächste Mal nehme ich für die Strecke aber wieder den Crosser. Schließlich sagt der Plan das die nächsten Wochenenden immer ein 300er anliegt.